Das LALI Projekt

In postindustriellen Gesellschaften hängen Beschäftigung und soziale Inklusion entscheidend mit der Erlernung grundliegender Fähigkeiten und Soft Skills zusammen (z.B. Schrifterwerb in der Erst-, sowie der lokalen Sprache, interkulturelle Kommunikation und soziale Fähigkeiten). Studien zeigen, dass wenig qualifizierte und wenig ausgebildete Erwachsene ökonomisch wie sozial marginalisiert sind: Sie gehen Beschäftigungen mit niedrigen Löhnen nach und ihre geringe Schreib- und Lesefähigkeit trägt zusätzlich zu geringem Selbstbewusstsein bei. Daher ist die Entwicklung von neuen pädagogischen Werkzeugen zur Förderung von grundlegenden Fähigkeiten und Soft Skills bei wenig qualifizierten Erwachsenen für MigrantInnen beim Erlernen einer Fremdsprache, sowie einer neuen Kultur, besonders wichtig. Sie sind nicht nur auf einer persönlichen Ebene (persönliche Weiterentwicklung) wichtig, sondern auch auf einer sozialen Ebene (eine fairere und gerechtere Gesellschaft).

Das Projekt LALI – Language and Literacy Learning Through Art (Entwicklung von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz durch Kunst) verankert den Erwerb von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen in kultureller Bildung, indem Aktivitäten im Museum, sowie Aktivitäten für einen Lernraum konzipiert werden. Eine App „ArtApp“ wird entwickelt, um das Lernen im Museum zu unterstützen und zu vertiefen. Die Qualität des Prozesses wird durch videografische Analyseverfahren begutachtet. Zudem wird LALI ein Toolkit für Sprachlehrende und TrainerInnen entwickeln, um deren pädagogische Fähigkeiten zu verbessern. Am Ende werden die verschiedenen Materialien und Toolkits über diese Website zur Verfügung gestellt.

LALI richtet sich an die Bedürfnisse und die soziale Inklusion von Erwachsenen mit geringer Ausbildung und geringen Lese- und Schreibkompetenzen, vor allem MigrantInnen, die erst seit kurzem im jeweiligen Land sind, oder solchen, die die lokale Sprache und Lese- und Schreibkompetenz trotz eines längeren Aufenthalts im neuen Umfeld nicht erlernt haben. LALI trägt zu ihrem Lernen und zu ihrer Beschäftigungsfähigkeit bei, indem pädagogische Werkzeuge zur Entwicklung grundlegender Fähigkeiten (Sprache, Lese- und Schreibfähigkeit, und zu einem geringeren Teil digitale Fähigkeiten) entwickelt werden, indem kollaborative Lernumgebungen geschaffen werden, die ihre eigenen kulturellen Identitäten wertschätzen und indem die Begegnung mit Kunst verwendet wird, um das universell Menschliche anzusprechen.

Erweiterung von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz durch Kunst

Das Projekt LALI – Language and Literacy Learning Through Art verankert den Erwerb von Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen in der Erwachsenenbildung, indem Aufgaben in Museen und Lernräumen umgesetzt werden. Dadurch wird, zusätzlich zum Unterricht in Klassenräumlichkeiten, das Lernen in eine authentische Umgebung gebracht, konkret in ein Museum, das stimulierende Bedingungen für Peer-Learning schafft. Kunst (eine zentrale Komponente der Kultur) wird dadurch zu einer lebendigen Ressource, die soziale und linguistische Integration fördert.

Um eine Vorstellung der theoretischen und methodologischen Überlegungen zu bekommen, die diesem Vorhaben zu Grunde liegen, werfen Sie einen Blick in unser Handbuch.

Dieses Handbuch ist Teil einer Sammlung von Produkten und Toolkits, die in einer online Datenbank abrufbar sind, die von LALI entwickelt wird. Alle Inhalte werden als „creative commons“ verstanden. Bitte, blättern Sie durch unsere Website, holen Sie sich Inspiration und wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Kunstvermittlung für den Spracherwerb

Aufbauend auf den theoretischen und methodologischen Grundlagen unseres Handbuchs, bietet dieser Abschnitt eine Zusammenstellung von praktischen Aktivitäten, die im Museum und im Lernraum ausgeführt werden können um Sprach-, Lese- und Schreibkompetenzen, sowie Soft Skills für bildungsferne Erwachsene zu fördern.

Wir stellen Module zur Verfügung, die aus vorbereitenden Aktivitäten für den Lernraum, sowie praktischen Übungen fürs Museum bestehen. Wir stellen außerdem Ideen für Aktivitäten zur Verfügung, die nach dem Museumsbesuch gemacht werden können, um die Erfahrung im Museum und das Gelernte nachzubearbeiten.

Wir sind gerade dabei, diese Module zusammen zustellen und zu überarbeiten. Lesen Sie einstweilen in unseren News über die Pilotkurse, die momentan durchgeführt werden, um das Material zu testen.

Art App

Im Rahmen vom Projekt LALI wird eine innovative App entwickelt, die den Usern hilft, die Museumsbesuche vorzubereiten, sowie das erlernte Wissen und die Erfahrungen zu vertiefen.

Wir sind derzeit in der Entwicklungsphase. Mehr Infos folgen bald!

Sind Sie neugierig, wie die ArtApp aussehen soll? Haben Sie Ideen? Kontaktieren Sie uns!

Fokus auf die Kompetenzen der TrainerInnen

Um die Wirkung unserer Trainings zu testen und die vorgeschlagenen Aktivitäten zu evaluieren, wird eine spezielle videografische Begutachtungsmethode entwickelt. Es wird ein Toolkit zur Verfügung gestellt werden, der Sprachlehrende und TrainerInnen – besonders jene, die mit heterogenen Gruppen von bildungsfernen erwachsenen Lernenden arbeiten – dazu  motivieren soll, sich selbst weiterzuentwickeln.

Da wir uns erst am Beginn unserer Reise befinden, braucht dieses Unterfangen noch etwas Zeit. Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Erste Ergebnisse werden hier im Juni 2019 veröffentlicht!

Materials

LALI will offer access to different products and kits for professionals developed in course of the project. The materials include activities in museums, activities in classrooms, an IT application “Art App”, as well as a toolkit for language teachers and trainers.

Our Outputs:

  1. Methodological and theoretical background and curriculum: A collection of theoretical input, detailed methodology description and resources that allows us to create a new methodology combining art mediation, learning of foreign language and improvement of soft skills for adults with low qualifications.
  2. Compendium of activities to develop language and literacy through art: Building on the methodological and theoretical pillars, this output offers a set of practical activities to lead in museums and classrooms to develop language, literacy and soft skills for adults with low qualifications.
  1. “Art App”, an IT application: In the framework of the project, an innovative mobile application will be developed. It will help the user to prepare for the visits to museums (pre-visit activities) and to reinforce the acquired new knowledge and the experiences (post-visit activities).
  2. Qualitative video assessment methodology: To test the impact of our trainings and evaluate the proposed tasks, a video assessment methodology will be developed.
  3. Toolkit to focus on trainers’ skills and posture: A toolkit of self-development for language teachers and trainers involved with heterogeneous groups of adult learners with low educational level.

Materials will be available soon!

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